Männer, große Autos und die Penis-Rache der Evolution

männer-autos

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass große Autos von den kleineren Problemen eines Mannes ablenken sollen. Im Umkehrschluss hieße das freilich, dass Männer mit sehr kleinen Autos ganz und gar keine anderweitigen Probleme haben und vor Männlichkeit nur so strotzen. Das stimmt natürlich – und ist genauso von der Evolution vorgesehen…

Jetzt müsste man sich fragen, ob der aktuelle Trend, weg vom großen Spritschlucker und hin zum Kleinwagen, tatsächlich nur auf hohen Benzinpreisen und ökologischem Sinneswandel beruht, oder ob es die Evolution in den letzten Jahren einfach nur sehr gut mit vielen Männern meinte. Denn klar, deutlich mehr Männer fahren deutlich kleinere Autos, als es noch vor 10 Jahren der Fall gewesen ist, deswegen müssten auch deutlich mehr Männer deutlich besser proportioniert sein.

Weiter hieße das, dass Männer, die verantwortungslos auch heute noch mit einem 20-Liter-Hummer durch die Welt fahren, in der Vergangenheit etwas sehr Schlimmes verbrochen haben müssen und nun als Strafe durch die Evolution mit einem relativ großen Auto – und damit relativ kleinen Gemächt, bestraft werden. Ein saudischer Ölscheich, der gleich dutzende Riesenschlitten in seiner Garage parkt, hätte es demnach natürlich total verkackt – bei den Frauen.

Man(n) könnte nun denken, ich sei von allen guten Geistern verlassen, wenn es da nicht schon in den 80er Jahren einen unwiderlegbaren Beweis für Rachefeldzüge der Evolution an Autofahrern gegeben hätte. Der gemeine Manta-Fahrer nämlich, zeichnete sich seinerzeit für einen rapiden Rückgang des Fuchs-Bestandes verantwortlich und sorgte durch die trophäenartige Zuschaustellung der Fuchs- Schwänze an der Autoantenne für Verzweiflung und Trauer unter Tierschützern. Letztendlich rächte sich die Evolution dafür sehr grausam an den Manta-Fahrern und nahm ihnen große Teile der Hirn-Masse rund um das Sprachzentrum. Trifft man heute – beispielsweise an einer roten Ampel – auf einen Autofahrer, dem ein undeutliches “Eeeh Alder werd grün!” aus dem Kiefer rutscht, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen alten, unverbesserlichen Häuptling des Stammes der Manta.

Autofahrer, die sich erst heute einen Manta kaufen, müssen sich glücklicherweise keine Sorge mehr machen, denn erstens ist der Fuchsbestand wieder gesichert und zweitens zählt der Opel Manta nicht zur Klasse der Umweltschänder, was selbstverständlich vor der losgebrochenen Penis-Rache der Evolution schützt. Große Sorgen machen sollten sich aber weiterhin die echten CO²-Banausen, die die Jauche in die Umwelt blasen, als sei es lustiges Konfetti an Karneval. Stimmen meine Berechnungen, darf ich behaupten, dass sich die Größe des Fahrergliedes entsprechend dem Emissionswert des aktuellen Autos entwickelt. Bei vertretbaren 150 g/ KM Ausstoß bleibt alles beim alten, 10 g/ KM verringerter Ausstoß entsprechen einem Zentimeter Wachstumsbonus durch die Evolution – oder einer Wachstumsstrafe in der anderen Richtung.

Schockierend für den Porsche-Fahrer, der mit satten 210 g/KM-Ausstoß schmerzliche 6 Zentimeter Männlichkeit einbüßen muss! Da ist es auf der anderen Seite total verständlich, warum der Freak in seinem Renault Twingo so feiert, wenn er auf den Disko-Parkplatz rollt. Der hat nicht im Lotto gewonnen, der hört auch keine gute Musik – der fährt 90 g/ KM.

Tags:

Hinterlasse Deinen geistreichen Kommentar!